Erwiesene Wirkung

Motivation statt Strafe

Eine sympathische und individuelle Kommunikation, der sich der Autofahrer nur schwer entziehen kann – mit diesem emotionalen Wirkungsprinzip überzeugt das Dialog-Display. Im Gegensatz zum Strafkatalog, der seine abschreckende Wirkung vielfach längst verloren hat, kommt die positive Motivation deutlich besser an.

Bei angepasster Geschwindigkeit bekommt der Verkehrsteilnehmer ein DANKE! in grüner LED-Schrift, bei überhöhter Geschwindigkeit leuchtet ein rotes LANGSAM! auf. Dieser konstruktive Dialog zeigt nachweislich Wirkung – und zwar nachhaltig, ohne Gewöhnungseffekt!

Empfohlene Einsatzorte

Auf Grund der Ergebnisse der Berliner Langzeitstudie und der Resultate weiterer Untersuchungen hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in ihrem Forschungsbericht “Lob und Tadel – Wirkungen des Dialog-Displays” das Gerät für folgende Zielstellungen empfohlen:

  • Sicherung von Fußgängerüberwegen
  • Schutz von Kindertagesstätten
  • Schulwegsicherung
  • Bushaltestellensicherung
  • Reduktion von Geschwindigkeitsverstößen
  • Verringerung der lokalen Unfallgefährdung
  • Lärmminderung/-schutz
  • Aufmerksamkeitserhöhung an Konfliktstellen (z. B. zwischen Straßen- und Zugverkehr oder zwischen Pkw/Lkw und Fußgängern).

Auch der durch die UDV durchgeführte Vergleich mit dynamischen Geschwindigkeitsanzeigen zeigt, dass das Dialog-Display stärkere Rückgänge der Durchschnittsgeschwindigkeiten zu verzeichnen hat.

Dauerhafte Effekte

Mehrere Studien belegen, dass das Dialog-Display gerade die hohen Geschwindigkeiten dauerhaft reduziert und somit wesentlich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beiträgt.

Langzeitstudie seit 2004 in Berlin

Die Langzeitstudie des Berliner Senates an einem Fußgängerüberweg bestätigt seit der Installation des Dialog-Displays im Jahre 2004 konstant niedrige Geschwindigkeiten:

  • Vorher: Vd = 38,1 km/h
    (Messwerte Berliner Senat)
  • Messung 2004: Vd = 28,9 km/h
    (Messwerte Dialog-Display)
  • Messung 2007: Vd = 28,7 km/h
    (Messwerte Dialog-Display)
  • Messung 2009: Vd = 29,5 km/h
    (Messwerte Dialog-Display)

Wissenschaftliche Untersuchungen

> Chemnitz: Höhere Beachtung des Fußgängervorrangs

An einem Fußgängerüberweg nahm mit Einwirkung des Dialog-Displays die Zahl der Autofahrer, die am Überweg anhielten, um 130,6 % zu. Gleichzeitig sank die Zahl der Fahrer, die den Fußgängervorrang nicht beachteten, um 69,5 %. Fußgänger wurden seltener von der Straße „gedrängelt“.

> Horn-Bad Meinberg: Mehr Aufmerksamkeit gegenüber Radfahrern

Mit der Installation eines Dialog-Displays an einer Einmündung mit querendem Radverkehr konnte die Zahl der Raser um mehr als 80 % gesenkt werden. Die V85 sank von 48 auf 38 km/h. Die Aufmerksamkeit wurde erheblich gesteigert, so dass es zu keinen Konfliktsituationen mehr zwischen Auto- und Radfahrern kam.

> Lemsell: Schutz kleiner Ortsdurchfahrten

Auf Initiative des Innenministeriums Sachsen-Anhalt wurden neben den Dialog-Displays an den Ortseingängen vier weitere Messstellen innerhalb der kurzen Ortsdurchfahrt eingerichtet. So wurde nachgewiesen, dass die Wirkung der Dialog-Displays bis zum Ortsausgang anhielt. Erstmalig fand hier eine getrennte Betrachtung von Lkw und Pkw statt. Die Messergebnisse zeigen deutlich, dass das Dialog-Display auch bei Berufskraftfahrern wirkt. Die Anzahl der Lkw-Fahrer, die schneller als 55 km/h fuhren, wurde um bis zu 67,7 % gesenkt.

> Gütersloh: Sicherung am Bahnübergang

An einem technisch ungesicherten Bahnübergang erhöhte sich die Anzahl der Autofahrer, die Geschwindigkeiten unter 30 km/h fuhren, um 70,4 %. Zudem erhöhte sich die individuelle Sicherung durch korrektes Blickverhalten um 65,2 %.

> Bad Bentheim: Sicherung von außerörtlichen Bushaltestellen

Als Teil eines Pilotprojektes zur Verbesserung der Sicherheit an Bushaltestellen entschied sich die Grafschaft Bad Bentheim für den Einsatz des Dialog-Display.big – der großen Variante des Dialog-Displays. Unter der Leitung der Technischen Universität München sollte so die Gefahr für Schulkinder an dieser gefährlichen Bushaltestelle außerorts verringert werden. Die deutlichsten Effekte wurden zwischen 6.00 und 8.00 Uhr morgens erzielt. Die Kennwerte gingen um 5 bis 9 km/h zurück. Ein Gewöhnungseffekt hatte sich auch hier nicht eingestellt.